Afrikanische Schweinegrippe - Meldung tot aufgefundener Wildschweine

Afrikanische Schweinegrippe - Meldung tot aufgefundener Wildschweine

Massnahmen gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist auf dem Vormarsch. In Litauen, Lettland, Estland, Polen, Russland, Belarus und der Ukraine treten seit einigen Jahren regelmässig Fälle von ASP bei Haus- und Wildschweinen auf. Seit Kurzem sind mit Tschechien und Rumänien weitere europäische Länder betroffen.

Für erkrankte Haus- und Wildschweine endet diese Virusinfektion fast immer tödlich. Es gibt keine Schutzimpfung. Der Mensch ist nicht gefährdet. Bei der Verbreitung der Krankheit spielt er allerdings eine grosse Rolle. Ist die ASP in ein Land eingeschleppt worden, werden staatliche Massnahmen zu ihrer Bekämpfung nötig. Diese haben grosse Auswirkungen auf die Wirtschaft. Infizierte Bestände müssen vollständig gekeult werden. Bei einer Einschleppung der ASP in den Wildschweinbestand wird die Seuchenbekämpfung sehr schwierig.

Die Ausbreitung der ASP ist auch für die Schweiz alarmierend.
Die wichtigste Massnahme, um die Einschleppung dieser Tierseuche zu verhindern, ist es, vorsichtig zu sein.

Das müssen Sie wissen:

  • Die ASP ist eine sehr ansteckende Viruskrankheit, die ausschliesslich Haus-und Wildschweine befällt.
  • Sie wird hauptsächlich durch den Kontakt mit infizierten Tieren verbreitet. Blut oder mit Blut verunreinigte Gegenstände spielen sehr häufig eine wichtige Rolle bei der Übertragung.
  • Das Virus der ASP ist sehr widerstandsfähig. Es bleibt in Kadavern verendeter Tiere, in der Umwelt und in Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren lange ansteckend.
  • Das Virus kann durch Besucher, verunreinigte Kleidung und Schuhe, kontaminierte Transportfahrzeuge und Geräte sowie Instrumente von einem Betrieb zum anderen übertragen werden.
  • Das Virus kann über grosse Entfernungen weitergetragen werden!

Darauf müssen Sie achten:

Für Reisende in/aus ASP-betroffenen Gebieten, insbesondere Tierhalter, Saisonarbeiter auf landwirtschaftlichen Betrieben und Fernfahrer, gelten die folgenden dringenden Hinweise:
  • Bringen Sie keinen Reiseproviant (Fleisch- und Wurstwaren) aus den betroffenen Gebieten mit.
  • Das Verfüttern von Küchenabfällen an Haus- und Wildschweine ist verboten.
  • Entsorgen Sie generell Speiseabfälle in verschlossenen Müllbehältern.
  • Bei Jagden in Ländern mit ASP befolgen Sie strikte Hygienemassnahmen (Reinigung der Jagdkleidung und Jagdgeräte). Verzichten Sie auf Jagdtrophäen.

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in der Wildschweinpopulation zu verhindern, ist es wichtig, eine mögliche Ansteckung von Wildschweinen frühzeitig zu erkennen. Wenn ein Kadaver eines Wildschweins gefunden wird, muss der Fund unverzüglich der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft gemeldet werden (Tel. 061 553 35 35). Es ist wichtig, dass die tot aufgefundenen Tiere beprobt werden, um einen allfälligen Eintrag der ASP frühzeitig erkennen zu können.

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV